Geschrieben von Frank Dullweber
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Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin wirft der Deutschen Bahn im Hinblick auf die Sperrung der ICE-Strecke Hannover-Kassel eine schlechte Informationspolitik vor. Trittin wörtlich: „Es ist gut, wenn sich die Deutsche Bahn AG endlich wieder stärker auf Streckensanierungen, pünktliche Taktfahrpläne und Angebote konzentrieren will, nachdem sie jahrelang lieber in Übersee investiert und sich in Deutschland auf sinnlose Prestigeprojekte kapriziert hat. Aber sie sollten darüber ihre Kundinnen und Kunden nicht vergessen“. Dazu gehöre seiner Meinung nach eine „umfassende und rechtzeitige Information“. Dass bei den Schienen und Gleisbetten auf der ICE-Strecke Handlungsbedarf besteht, sei nicht erst seit gestern bekannt, so Trittin weiter. Die ICE-Strecke zwischen Hannover und Kassel ist vom 23. April bist zum 8. Mai gesperrt. Erst in der letzten Woche hatte die Bahn die endgültigen Fahrpläne bekannt gegeben. Dabei wurden auch die Auswirkungen auf den Nahverkehr deutlich. Auf der Strecke zwischen Göttingen, Northeim und Kreiensen müssen die Pendler auf Busse zurückgreifen und sind somit deutlich länger unterwegs. Harte Kritik gibt es dafür auch vom Fahrgastverband Pro Bahn. „Während sich die Landespolitik einiges auf zusätzliche Messe-ICE zugutehält, werden die Kunden des Nahverkehrs im Landessüden ohne Rücksicht auf Verluste an die Seite geschoben“, so der Pro Bahn-Regionalvorsitzende Michael Reinboth.