Brandanschlag auf Verbindungshaus: CDU fordert klare Worte gegen linke Gewalt
Die Göttinger CDU und die Junge Union üben scharfe Kritik an den Brandanschlägen auf das Verbindungshaus in der Bürgerstraße und an dem fehlenden Echo in der Öffentlichkeit. „Wären hier Flüchtlinge oder Asylbewerber gefährdet worden, so wäre diese Nachricht in den bundesweiten Medien sicher umgehend in die ‚Top News’ gelangt“, so die Göttinger CDU. Die Kritik der Partei richtet sich dabei sowohl an die Medien als auch an die Göttinger Parteienlandschaft. Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe, bezeichnet das Schweigen von Demokraten zu solchen Vorfällen als Skandal. „Müssen denn wirklich erst Menschen um Leib und Leben gebracht werden, bevor sich Göttinger Politiker aus der Deckung ihrer demokratischen Pappkulisse bewegen“, fragt Ratsherr Hans Otto Arnold. Auch die Junge Union vermisst ein klares Statement der Göttinger Parteien gegen Gewalt. Die Politik der Göttinger SPD, Grünen und Linken würde seit Jahren die Augen gegenüber der militanten linksextremen Szene in Göttingen verschließen, kritisiert der stellvertretende Vorsitzende der Göttinger JU, Gerrit Becker. Der Brandanschlag auf den Schuppen des Verbindungshauses ereignete sich am frühen Sonntagmorgen. Die Polizei geht von einer Tat aus der linken Szene aus und spricht von einer „neuen, besorgniserregenden Qualität der Gewalt“. Auch der Ring Christlich-Demokratischer Studenten Göttingen e.V. fordert derartige Straftaten nicht zu tolerieren.