Geschrieben von Mathilde Lemesle
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Die CDU- und FDP-Landtagsfraktionen kritisieren die Niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt nach dem Verschwinden eines Patienten aus dem Maßregelvollzugszentrum in Moringen. Dort sind verurteilte Menschen untergebracht, die psychisch krank oder drogensüchtig sind. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Reinhold Hilbers sagte dazu: „Die öffentliche Wahrnehmung des niedersächsischen Maßregelvollzugs ist inzwischen katastrophal. Ministerin Rundt ist mit dem Maßregelvollzug völlig überfordert. Sie muss endlich aus dem Prüfmodus herauskommen und Ergebnisse liefern, sonst sind personelle Konsequenzen unvermeidlich.“ Auch für die FDP-Sozialexpertin Sylvia Bruns müssen jetzt Konsequenzen gezogen werden: „Die Bevölkerung fragt sich mit jedem neuen Fall zu Recht, warum sich nicht endlich etwas ändert. Es reicht nicht mehr, wenn Frau Rundt aufzählt, was alles schon eingeleitet wurde“, sagt Bruns. Am Dienstag war ein 39-Jähriger aus einem unbegleiteten Ausgang nicht zurückgekommen. Die Polizei fahndet nun nach ihm und hat ein Bild veröffentlicht. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach Angaben des Maßregelvollzugszentrums nicht.

Der 39-Jährige ist am Dienstag in Northeim verschwunden. (Bild: Polizei Bremen)