Göttinger Flüchtlingshelfer wenden sich mit Offenem Brief an Oberbürgermeister Köhler
Die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in Göttingen haben sich in einem Offenen Brief an Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler gewandt. Darin fordern sie unter anderem, dem Wunsch der Flüchtlinge nach selbstbestimmten Lebensbedingungen stattzugeben und alles dafür zu tun, um leer stehende Wohnungen im Stadtgebiet zu Wohnraum für Flüchtlinge und andere Wohnungssuchende zu machen. „Die Belegung und der Ausbau von Massenunterkünften muss hinter diesen menschlichen Werten zurück gestellt werden“, heißt es in dem Brief. Die Flüchtlingshelfer verweisen dabei vor allem auf die Rückzugsmöglichkeiten und die Privatsphäre der Bewohner. Heute soll eine entsprechende Demonstration vor dem Neuen Rathaus stattfinden. Der Protest unter dem Motto „"Siekhöhe is´ nicht – für menschenwürdige Unterbringung und gegen Zwangsverlegungen" soll um 16 Uhr beginnen. Schon gestern hatten die Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft im Hagenweg gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern gegen ihren Umzug demonstriert.