Geschrieben von Jeanine Rudat
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Göttingen könnte eine Strafzahlung der EU aufgrund von überhöhten Stickoxidwerten drohen. Diese sind in erster Linie auf die Abgase von Diesel-Fahrzeugen zurückzuführen. Aus diesem Grund diskutieren Städte wie Hannover, Oldenburg und Göttingen über die Einführung einer sogenannten „Blauen Plakette“ für Diesel-Fahrzeuge. „Mit der Blauen Plakette würden jedoch alle Diesel-Fahrzeuge, die nicht die Euronorm VI erfüllen, vom Innenstadtverkehr ausgeschlossen – das trifft dann vor allem Handwerker, Taxifahrer und all jene, die sich kein neues Auto leisten können“, gibt Gerd Will, Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, zu bedenken. „Die Stickoxidwerte sind zu hoch, das lässt sich nicht wegdiskutieren, aber der Zugang zu den Innenstädten darf nicht zum Privileg von Besserverdienern werden“, so Will weiter. Vielmehr müssten die Übergangsfristen bei einer Einführung der Plaketten so gesetzt werden, dass sich Handwerker und Taxifahrer auf die neuen Gegebenheiten einstellen können. Will appelliert außerdem an die Automobilhersteller, Fahrzeuge zu bauen, die die Stickoxidbelastung deutlich senken.