GfK-Befragung: StadtRadio Göttingen über dem Durchschnitt der niedersächsischen Bürgersender
Knapp 30.000 Menschen in Südniedersachsen hören regelmäßig das StadtRadio Göttingen. Das hat eine Befragung des Medien- und Marketingforschungsinstituts GfK Media und Communication Research ergeben. Von Anfang Januar bis Mitte April wurden per Telefon 500 Menschen in Göttingen, Bovenden, Rosdorf und Nörten-Hardenberg angerufen. Das Ergebnis: Mehr als 22 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren haben das StadtRadio innerhalb der letzten zwei Wochen vor der Befragung gehört. Zum Vergleich: Beim Spitzenreiter NDR 2 waren es 38 Prozent. Im Vergleich aller niedersächsischen Bürgersender liegt das StadtRadio fünf Prozent über dem allgemeinen Durchschnitt von 17 Prozent. StadtRadio-Geschäftsführer Ulrich Kurzer freute sich über das Ergebnis: „Das ist nicht nur ganz ordentlich, das ist ein sehr guter Wert. Die jüngste Reichweitenstudie zeigt, dass sich unser Programm mit seiner Vielfalt nicht hinter den großen öffentlich-rechlichen und privaten Programmen in der Region verstecken muss, deren finanzielle Ausstattung ganz andere Möglichkeiten eröffnet.“ Dennoch habe sich bei allen Bürgerfunksendern in Niedersachsen die Zahl der Stammhörer, die das Programm des jeweiligen Senders in einer Woche an vier bis sieben Tagen hören, verringert. Im Vergleich zu 2011 ist die Zahl beim StadtRadio um 1,7 Prozent zurückgegangen. Den Grund vermutet Kurzer unter anderem in der veränderten Mediennutzung, vor allem bei den unter 20-Jährigen. Sie würden weniger auf die klassischen Medien Radio, Zeitung und Fernsehen setzen, sondern vermehrt das Internet und besonders die sozialen Medien nutzen.