Pro Bahn Südniedersachsen: Verspätungen "Herzberg-Braunschweig" haben bald ein Ende
Nach einem Gespräch mit der Deutschen Bahn zeigt sich der Fahrgastverband Pro Bahn Südniedersachsen zuversichtlich, dass die häufigen Verspätungen mit Anschlussverlusten der Bahnstrecke Herzberg-Braunschweig bald der Vergangenheit angehören. Gerd Matschke, Leiter Regionalnetze der DB Netz in Hannover, und Udo Diedrich, Leiter Harz-Weser-Netz aus Göttingen, hätten den derzeit miserablen Zustand der Leit- und Sicherungstechnik zwischen Seesen und Gittelde und besonders des Stellwerkes in Münchehof als wesentliche Ursache eingeräumt. Die Beseitigung der Störungen sei aufwändig, weil sehr alte mechanische Technik mit neueren Schrankenanlagen korrespondieren müsse. Die Bahn habe die Ursachen jedoch ermittelt und sei nun Schritt für Schritt an der Behebung der Mängel, so dass in den nächsten Tagen mit einer deutlichen Verbesserung der Pünktlichkeit zu rechnen sei. Die DB Netz werde in den kommenden fünf Jahren mit rund 250 Millionen Euro massiv in das Harz-Weser-Netz investieren, so Pro Bahn. Das sei so viel wie in den vergangenen zehn Jahren. Schwerpunkt sei der Ersatz der störanfälligen Leit- und Sicherungstechnik durch digitale Stellwerkstechnik, bei der das Netz bis auf wenige Ausnahmen von Göttingen aus gesteuert wird.