Göttinger Wissenschaftler untersuchten Wirkungen der Ölpalmplantagen auf das Ökosystem
Ölpalmplantagen haben eine negative Wirkung auf die Funktionen des Ökosystems. Das hat eine interdisziplinäre Studie ergeben, an der Wissenschaftler der Universität Göttingen beteiligt waren. Für die Studie wurden 1.000 bisherige Studien und Berichte analysiert. Dabei ging es um die Veränderungen der 14 Ökosystemfunktionen. Dazu gehören unter anderem die Klimaregulierung, die Wasserversorgung und die Abmilderung von Extremereignissen. Elf der 14 Funktionen sind im Vergleich weniger in Ölpalmplantagen als in Tieflandregenwäldern ausgeprägt. Die größten negativen Folgen für Umwelt und Menschen seien auf die Waldzerstörung zurückzuführen, so die Studie. „Während das allgemeine Ergebnis so zu erwarten war, zeigen sich eine Vielzahl von ökologischen und gesellschaftlich schädlichen Auswirkungen auf lokaler bis globaler Ebene. Unsere Studie stellt damit ein leistungsfähiges Werkzeug zur Politikgestaltung dar“, sagt Kerstin Wiegand von der Abteilung Ökosystemmodellierung der Universität Göttingen. An der Studie waren über 200 Wissenschaftler beteiligt.