Wissenschaftler der Uni Göttingen untersuchen Rolle der Landwirtschaft auf Biodiversität
Agrarwissenschaftler der Universität Göttingen untersuchen welche Rolle die Landwirtschaft für die Biodiversität spielen kann. Das Forschungsprojekt wurde bereits vor 20 Jahren begonnen. Damals wurde Saatgut von drei alten Linsensorten auf drei verschiedenen Höfen angebaut. Dabei wurde analysiert, wie das Saatgut sich an die Umwelt anpasst. „Wenn aus der eigenen Ernte jedes Jahr wieder Saatgut zur Aussaat verwendet wird, kann die natürliche Auslese zu einem Heimvorteil führen, also eine eigene Hofsorte entstehen“, sagt Michael Ruland, der als Doktorand im Rahmen des DFG-Projekts die Linsenversuche betreut. Das Projekt zeige, dass die Einlagerung von Saatgut in Genbanken nicht ausreiche, sondern dass der praktische Anbau wichtig sei. Das Langzeitprojekt läuft bis 2017 und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 340.000 Euro gefördert.