Interkulturforum in Göttinger Musa: Migranten stärker in der Kultur repräsentierten
Migranten sollen stärker in der Kultur repräsentiert werden. Dafür hat sich die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic, beim Interkulturforum in der Göttinger Musa ausgesprochen. „Es geht aber nicht darum, Kulturgewohnheiten zu ändern oder einen Kanon zu vermitteln, sondern es geht darum, Wünsche und Erwartungen der Migranten wahrzunehmen, und auszuhandeln, wie diese Erwartungen erfüllt werden können. Vor allen Dingen aber geht es jetzt darum, Menschen, die selbst zugewandert sind, tatsächlich mit ihren Erfahrungen und ihren Lebenswelten vorkommen zu lassen.“ Kljajics Vorschlag, eine Quote in Gremien von Theatern, Museen und Kulturzentren für Migranten einzuführen, stieß in der Expertenrunde des Forums jedoch auch auf Kritik. Es sei nicht möglich, die Ensembles auf die Schnelle umzustrukturieren, so der Intendant des Deutschen Theaters, Erich Sidler. Um interkulturelle Integrationshilfen zu leisten, stellt das Ministerium insgesamt eine Million Euro bereit.