Stress in der Schwangerschaft führt zu schnellerem Wachstum der Kinder
Stress in der Schwangerschaft führt zu schnellerem Wachstum, hemmt aber die motorische Entwicklung der Babys. Das haben Forscher des Deutschen Primatenzentrum (DPZ) und der Universität Göttingen bei einer Studie mit Affen herausgefunden. Auf ihrer Feldstation in Thailand beobachteten die Forscher, dass Babys von Müttern, die durch Nahrungsknappheit gestresst werden, die ersten eineinhalb Jahre ihres Lebens schneller wachsen. Dafür ist die Entwicklung ihrer motorischen Fähigkeiten langsamer. Außerdem haben sie ein schwächeres Immunsystem als Babys, deren Mütter in der Schwangerschaft keinem Stress ausgesetzt waren. Andreas Berghänel, Autor der Studie, sagt dazu: „Eine verkürzte Lebenserwartung durch vorgeburtliche Entwicklungsstörungen führt hier zu einem beschleunigten Lebenszyklus. Der Nachwuchs wächst schneller und wird schneller geschlechtsreif, um selbst früher und schneller Nachwuchs zu erzeugen.“ Die Studie soll weitergeführt werden, um herauszufinden, ob auch kognitive Fähigkeiten eingeschränkt sind.