Geschrieben von Jeanine Rudat
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Der Göttinger Bundestagsabgeordnete der Grünen, Jürgen Trittin, fordert vom Bund die Mittel für den sozialen Wohnungsbau mit mindestens zwei Milliarden Euro im Jahr aufzustocken. Gerade die gestiegene Zahl an Studenten in Göttingen habe die Situation auf dem Wohnungsmarkt verschärft. Darunter würden nicht nur die Studenten, sondern auch junge Familien und Geringverdiener leiden. Knapp 4.000 Studierende hätten sich für das Wintersemester auf einen Platz im Studentenwohnheim beworben, nur 780 hätten vermittelt werden können. Das Programm Vario Wohnen, das die Bundesregierung letztes Jahr ins Leben gerufen hat, sei nicht mehr als ein Trostpflaster, kritisiert Trittin. Es habe bisher keine einzige Studentenwohnung hervorgebracht. Er fordert stattdessen einen Aktionsplan „Studentisches Wohnen, Integration und soziale Infrastruktur“. Der Aktionsplan, den der Bund gemeinsam mit Ländern, Kommunen, und Hochschulen auflegen soll, soll Zwischennutzungen von Bundesliegenschaften erleichtern, Hochschulstädte zu kreativer Quartiersentwicklung ermutigen und innenstadtfernere Quartiere attraktiver machen z. B. durch ein besseres Nahverkehrsangebot oder Radverkehrsanlagen für studentisches Wohnen.