Geschrieben von Jeanine Rudat
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Etwa 100 Beschäftigte der Universitätsmedizin Göttingen haben gestern den Besuch des Bundesgesundheitsministers Herrmann Gröhe beim UMG-Jahresempfang genutzt, um ihm einen Brief zu übergeben, in dem sie mehr Personal fordern. Darin heißt es: „In der UMG wurden alleine 2016 über 500 sogenannte Überlastungs- bzw. Gefährdungsanzeigen gestellt und viele Kollegen „flüchten“ aus dem Beruf. Zahlreiche Studien belegen zudem den direkten Zusammenhang zwischen Personalausstattung und Sterberaten in Krankenhäusern.“ Auch die Beschäftigten der 100%-Klinik-Tochter UMG-Gastronomie GmbH nutzten die Gelegenheit, um dem Minister von ihrem Tarifkampf zu berichten. Die Beschäftigten dort, so die Gewerkschaft ver.di seien zum Großteil Niedriglohnempfänger. Sie würden gut 30 Prozent weniger Gehalt als die Alt-Beschäftigten erhalten, welche exakt dieselbe Arbeit verrichten würden und noch bei der Mutter angestellt seien. Aufgrund dieser niedrigen Löhne müssten viele Beschäftigte der Tochter-GmbH zum Amt „aufstocken“ und würden außerdem auf die steuerfinanzierte „Grundsicherung im Alter“ angewiesen sein. Um diesen Missstand zu beenden, forderten die Beschäftigten, die gleiche Bezahlung, wie die Alt-Beschäftigten. Tarifverhandlungen haben begonnen.