FSR SoWi plant Ausstellung über Vertreibung jüdischer Bevölkerung aus arabischen Staaten
Der Fachschaftsrat Sozialwissenschaften (FSR SoWi) der Universität Göttingen will eine Ausstellung über die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus den arabischen Staaten organisieren. Diese soll unter anderem in Zusammenarbeit mit der Hochschulgruppe der Deutsch-Israelischen Gesellschaft am 30. November im Kulturwissenschaftlichen Zentrum der Universität eröffnen. Grund für diese Entscheidung ist ein Gespräch mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AstA) und der Universitätspräsidentin, Ulrike Beisiegel. Sowohl FSR SoWi als auch der AstA hatten zuvor in einem offenen Brief Kritik an der geplanten „Nakba“-Ausstellung geäußert, die antisemtisch sei. Beisiegel hatte daraufhin einen Diskurs zu dem Thema angeboten. Der FSR SoWi hält aber trotz seiner nun geplanten Aktion weiterhin daran fest, dass die „Nakba“-Ausstellung Geschichtsfälschung betreibe. Zudem sieht der Fachschaftsrat auch die geplante Kooperation der Sozialwissenschaftlichen Fakultät mit der Al-Quds-Universität in Jerusalem kritisch. An der Universität habe es in der Vergangenheit mehrmals antisemitische Vorfälle gegeben. Fabienne Schaffrath, Pressesprecherin des FSR SoWi wörtlich: „Gerade vor dem Hintergrund gehäufter antisemitischer und antiisraelischer Vorfälle in Niedersachsen, ist das Vorgehen der Sozialwissenschaftlichen Fakultät und der Universitätsleitung ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich im Alltag gegen Antisemitismus stellen.“