Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen erfreut über Hilfe für Aleppo
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen begrüßt die Hilfe für die Zivilbevölkerung in Aleppo in Syrien. Der Entwicklungsminister Gerd Müller gab gestern in einem Zeitungsinterview bekannt, ein Hilfsprogramm in Höhe von 15 Millionen Euro in den kommenden 30 Monaten auf den Weg bringen zu wollen. Der Nahostreferent der GfbV, Kamal Sido, warnt aber, dass sichergestellt werden müsse, dass keine Gruppen unterstützt werden, die ethnische und religiöse Minderheiten verfolgen. Sido fordert außerdem die Bundesregierung auf, Verhandlungen mit der türkischen Regierung aufzunehmen, um die Grenzblockade im Norden Syriens zu lösen. In der dortigen Region Afrin seien Flüchtlinge in Zelten untergebracht, die nicht beheizbar seien. Dadurch sei ein 15 Tage altes Baby an Unterkühlung gestorben, so die Gesellschaft. In der Region schneie es seit einiger Zeit. Sido kritisiert, dass wegen der türkischen Blockade dort keine humanitäre Hilfe ankommen würde.