Verein gegen-missbrauch in Göttingen zieht zum Jahresbeginn eine ernüchternde Bilanz
Der Verein gegen-missbrauch in Göttingen hat zum Jahresbeginn eine ernüchternde Bilanz gezogen. Demnach würde dem Thema Missbrauch auf der politischen Ebene nach wie vor nicht genug Aufmerksamkeit zukommen. So sei es beispielsweise nur dem großen Widerstand von Betroffenen und Fachleuten zu verdanken, dass der Fonds Sexueller Missbrauch über den 30. April 2016 hinaus verlängert werden konnte. Trotzdem müssten Antragsteller weiterhin 18 Monate auf die Bewilligung ihrer Mittel warten. Der erste Vorsitzende des Vereins gegen-missbrauch, Ingo Fock, dazu wörtlich: „So richtig ernst genommen werden die Anliegen von Betroffenen sexualisierter Gewalt immer noch nicht, wichtige Anliegen werden seit Jahren von den zuständigen Politikern einfach ausgesessen.“ Der Verein begrüßt jedoch den rechtlichen Anspruch auf psychosoziale Prozessbegleitung, der besonders schutzbedürftigen Verletzten seit dem 1. Januar zusteht.