Göttinger Freiwilligeninitiativen fordern Aufnahme von 50 Flüchtlingen aus griechischen Camps
Mehrere freiwillige Initiativen in der Flüchtlingshilfe Göttingen fordern die Aufnahme von 50 derzeit in griechischen Camps untergebrachten Flüchtlingen im Landkreis. Hintergrund sind die menschenunwürdigen Bedingungen, unter denen die Geflüchteten in den griechischen Lagern untergebracht sind. „Wir sind Beobachter einer humanitären Katastrophe, die sich mitten in Europa ereignet. Wir handeln nicht, obwohl wir es ohne Anstrengungen könnten.“, kritisiert Kristina Becker vom Verein „Refugee Network Göttingen“. Die Freiwilligeninitiativen verweisen auf Osnabrück, wo bereits im vergangenen Jahr weitere Geflüchtete aufgenommen wurden. An diesem Beispiel sollten sich auch Stadt und Landkreis Göttingen orientieren. Die Initiativen heben dabei hervor, dass selbst das von ihnen kritisierte Lager Siekhöhe erträglicher als die Situation in den griechischen Camps sei. Die Kreistagsgruppe Linke/Piraten/Partei hat die Forderung zur Aufnahme von 50 Flüchtlingen in einem Antrag unterstützt.