Zwei Gefährder bei Razzia in Göttingen und Nordhessen festgenommen
Bei einer Großrazzia in der radikal-islamistischen Szene hat die Polizei heute Nacht elf Objekte in Göttingen sowie eins in Nordhessen untersucht und dabei zwei Gefährder festgenommen. Die beiden sind bereits über längere Zeit in der hiesigen salafistischen Szene aktiv. Polizeipräsident Uwe Lührig sagte zu der Razzia: „Die Erkenntnislage im Vorfeld des Einsatzes zu einem möglicherweise konkret bevorstehenden terroristischen Anschlag hat sich mit Blick auf die radikal-islamistische Szene Göttingen in den letzten Tagen soweit verdichtet, dass wir uns auf Basis der Abstimmung mit dem Landeskriminalamt Niedersachsen und dem Innenministerium dazu entschlossen haben, sehr schnell gegen die Gefährder und das engste Umfeld vorzugehen. Wir hatten dabei in meiner Bewertung keinerlei Ermessen. Wir sind unter Ausnutzung der uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Instrumente konsequent vorgegangen.“ An der Vorbereitung und Durchführung des Einsatzes waren rund 450 Beamte der Polizeidirektion Göttingen, des Landeskriminalamtes mit dem Spezialeinsatzkommando und der Bereitschaftspolizei Niedersachsen beteiligt.
Einsatzfahrzeug der Polizei (Bild: Polizeidirektion Göttingen)