Der in Göttingen lebende Schriftsteller Guntram Vesper erhielt den Erich-Loest-Preis
Der in Göttingen lebende Schriftsteller Guntram Vesper ist der erste Träger des Erich-Loest-Preises. Am Freitag hat der 75-Jährige die Auszeichnung entgegen genommen. Insbesondere sein Roman „Frohburg“ über seine Heimatstadt hatte zur Entscheidung der Jury beigetragen. In der Begründung heißt es: „Auf seiner tausendseitigen Zeitreise verbindet Guntram Vesper den Mikrokosmos seiner Familie mit den großen historischen Ereignissen, das kleine Frohburg mit den Schauplätzen gesellschaftlicher und politischer Veränderungen. An Hand einzelner Schicksale zur Nazi-Zeit oder in der DDR entlarvt er die Verlogenheit der diktatorischen Regime – ohne bloßzustellen, ohne zu beschönigen und ohne zu verurteilen.” Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig im Andenken an den 2013 verstorbenen Schriftsteller Erich Loest vergeben. Der Preis würdigt Autoren, die die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in Deutschland nicht nur beschreiben, sondern mit ihrer Stimme den demokratischen Diskurs mitgestalten. Zudem sollen die Preisträger dem mitteldeutschen Raum verbunden sein. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben.