Illegaler Waffenfund bei Razzien in Göttingen und Thüringen: FKTN im Visier der Polizei
Die Polizei hat heute Morgen bei einem Großeinsatz ein Objekt in Göttingen, vier weitere im Landkreis sowie eins in Thüringen durchsucht. Grund war ein Ermittlungsverfahren, das die Staatsanwaltschaft Göttingen gegen sechs Personen eingeleitet hatte. Diese sollen im Umfeld des so genannten „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ (FKTN) aktiv sein. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius wertet den Einsatz als Erfolg: „Extremisten haben keinen Platz bei uns in Niedersachsen. Diese Gruppe von Nazis tritt immer wieder aggressiv und martialisch auf. Führende Mitglieder bezeichnen sich wie selbstverständlich als Nationalsozialisten, es gibt eine klar rassistische und völkische Ausrichtung. Der heutige Einsatz hat gezeigt, dass einige Mitglieder auch vor der Selbstbewaffnung nicht zurückschrecken, um die Ziele der Gruppierung durchzusetzen.“ Pistorius ruft dazu auf, weiter wachsam zu bleiben, weil die Gewalt in der rechten Szene zunehme. Bereits seit Juli 2016 beobachtet der Verfassungsschutz den FKTN.
Sichergestellte illegale Waffen bei den Durchsuchungen. (Bild: Polizeidirektion Göttingen)