Villmar-Doebeling kritisiert Heiligenstadts Bericht zur Unterrichtsversorgung in Niedersachsen
Nachdem die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt die aktuellen Zahlen zur Unterrichtsversorgung vorgestellt hat, kommt Kritik von der bildungspolitischen Sprecherin der Northeimer Kreis-FDP, Marion Villmar-Doebeling. Sie bemängelt, dass Heiligenstadt Schönfärberei betreibe und falsche Fakten darlege. Noch immer würden landesweit pro Woche 100.000 Unterrichtsstunden ausfallen, während nichts dagegen unternommen würde. Villmar-Doebeling wirft der Kultusministerin zudem den Abbau von Stellen vor. „Es ist ein Mythos, dass keine Lehrer vorhanden sind. Für die Gymnasien hätten beispielsweise rund 300 Lehrkräfte zur Verfügung gestanden. Eingestellt wurden zum 1. Februar 2017 aber insgesamt weniger Lehrer, als in den Ruhestand gegangen sind. Konkret stehen in diesem Halbjahr in Niedersachsen 1.300 neuen Vollzeitlehrereinheiten 1.397 gegenüber, die in den Ruhestand gehen. Hier handelt es sich also um ein neu aufgebrochenes Fehl von 97 Vollzeitlehrereinheiten“, so Villmar-Doebeling. Sie warnt davor, dass bis 2020 1.250 Vollzeitlehrereinheiten fehlen würden.