Pflegebörse 2017 bot Informationen rund um Pflege und Gesundheit
Die Göttinger Agentur für Arbeit hat gemeinsam mit der Gesundheitsregion Göttingen e.V. gestern die Pflegebörse 2017 veranstaltet. An insgesamt 34 Ständen informierten Pflegeeinrichtungen, Kliniken, Schulen, Bildungsträger und Institutionen über Berufs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Pflege- und Gesundheitsberufen. Durch den demographischen Wandel wird die Nachfrage nach geschulten Pflegekräften in Altersheimen oder auf ambulanten Ebenen immer größer. Aus diesem Grund kommen vermehrt Osteuropäer in die Region, um Senioren in ihren Häusern zu pflegen. Thomas Bara, vom Gesundheitsdienstleister ascleonCare Göttingen, sieht diese Entwicklung problematisch: „Wir können als Arbeitgeber damit nichts zu tun haben. Es ist Schwarzarbeit, wenn man sich vor Augen führt, dass diese Menschen eigentlich einen Monat arbeiten für einen Lohn, wenn sie das runterbrechen, sind sie nicht einmal bei zwei Euro die Stunde. Das ist weit unter Mindestlohn. Ich finde das ein bisschen kritisch, was Menschen unter sich aushandeln ist immer eine Frage. Wir als Arbeitgeber distanzieren uns davon. Die Pflegekräfte, die aus dem Osten zu uns kommen, haben hier keine Zulassung, kein Examen. Das heißt die medizinischen Fachleistungen können von ihnen rechtlich gar nicht erbracht werden, die Betreuungsleistungen werden von ihnen wahrscheinlich erbracht.“ Neben Infoständen rund um Pflegeberufe, gab es auch verschiedene Vorträge und interaktive Aktionen für die Besucher.