Geschrieben von Jennifer Bullert
Datum:
Die Göttinger Kreistagsgruppe Linke/Piraten/Partei übt heftige Kritik daran, dass der frühere Geschäftsführer der Volkshochschule Göttingen-Osterode, Thomas Eberwien, nach dem Ausscheiden aus seinem Amt ein „wohlwollendes Arbeitszeugnis“ sowie 160.000 Euro erhalten soll. Durch diese Entscheidung würde nun Geld für Personal und Dozenten der VHS fehlen, so die Gruppe. Zudem würde der geschlossene Vergleich die Taten Eberwiens banalisieren, obwohl eine fristlose Kündigung gerechtfertigt war. Vor dem Hintergrund der Bezahlung von Musiklehrern nach Honorarverträgen und einer nicht angemessenen Besoldung von Reinigungskräften, zeigt sich die Kreistagsgruppe fassungslos über die Handhabe im Fall Eberwien. Sie wirft den Aufsichtsräten von VHS und Kreisvolkshochschule sowie dem zuständigen Dezernenten, Marcel Riethig, komplettes Versagen vor und spricht von einer fatalen Signalwirkung für die Bürger im Landkreis. Eberwien war im September fristlos gekündigt worden, da er die Firmenkreditkarte für private Reisen benutzt haben soll.