Terres des Femmes Hochschulgruppe Göttingen informierte über Genitalbeschneidung
Zum internationalen Tag „Kein Schnitt ins Leben - Null Toleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung“ haben Mitglieder der im November gegründeten Terre des Femmes Hochschulgruppe Göttingen über das Thema informiert. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit ca. 140 Millionen Frauen von Genitalbeschneidung betroffen sind, knapp 36.000 davon leben in Deutschland. Das durchschnittliche Alter für die Beschneidung liegt meist zwischen dem vierten und zwölften Lebensjahr. Die Beschneidung bringe für die betroffenen Frauen oft große Probleme mit sich, so Sophie Greim von der Hochschulgruppe: „Es geht von da los, dass sich zum Beispiel die Monatsblutung total verlängert oder auch Wasserlassen schwieriger wird. Natürlich geht das dann auch so weit, dass teilweise auch Sexualität sehr eingeschränkt ist, also dass halt die Lust an Sexualität sehr abnehmen kann. Auch dadurch, dass es ja oft auch dann mit starken Schmerzen verbunden ist. Es ist auch durchaus ein Problem, dass die Geburt an sich schwieriger wird.“ Die Terre des Femmes Hochschulgruppe Göttingen ist Teil der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes. Die Organisation setzt sich bundesweit und international für die Rechte von Frauen und Mädchen ein. Neben häuslicher und sexualisierter Gewalt, Frauenhandel, Prostitution und Flucht stellt das Thema weibliche Genitalbeschneidung einen Schwerpunkt dar.