Polizei leitete bei Kundgebungen am Samstag rund 70 Ermittlungsverfahren ein
Etwa 1.200 Menschen haben am Samstag gegen die Kundgebung des Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen in der Göttinger Innenstadt demonstriert. Die Polizei leitete insgesamt rund 70 Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Beleidigung, gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Brandstiftung, Landfriedensbruch, Bedrohung und zahlreichen Verstöße gegen das Versammlungsgesetz. Bei dem Einsatz wurden zudem drei Polizisten verletzt. Rund 90 Anhänger der rechten Szene hielten im Anschluss an ihre Kundgebung in Göttingen spontan eine weitere in Northeim ab. Um Eskalationen zu vermeiden, hatte die Polizei präventiv eine Hundertschaft aus dem Einsatz in Göttingen nach Northeim entsandt. Dort kam es auch zu Sitzblockaden und einer Kundgebung von Personen aus der linken Szene.