Geschrieben von Jennifer Bullert
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Der erste Vorsitzende des Vereins „Wiechert´sche Erdbebenwarte Göttingen“, Wolfgang Brunk, hat gestern den Initiativpreis der Litfin-Stiftung erhalten. Dieser ist mit 5.000 Euro dotiert. Brunk vereine nach Sicht der Jury „einen klaren Blick auf wissenschaftliche Leistungen mit dem Gespür für deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung“. Zudem habe er sich für den Fortbestand der Erdbebenwarte eingesetzt und sie für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dazu Brunk: „Die Göttinger Erdbebenwarte ist die älteste Erdbebenwarte der Welt, auch wenn die meisten das kaum ahnen. Und hier in Göttingen wurde die Geophysik als eigenständige Wissenschaft gegründet und Teil des ersten geophysikalischen Instituts der Welt war eben diese Erdbebenwarte. Und deshalb darf man diese Erdbebenwarte auch nicht untergehen lassen, auch nicht aus Kostengründen.“
In diesem Jahr hat der Verein bereits 50 gebuchte Führungen angeboten. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 2.000 Besucher verzeichnet. Um der Nachfrage gerecht werden zu können, sucht der Verein Ehrenamtliche, die Führungen durch die Erdbebenwarte organisieren wollen. Als Voraussetzungen benennt Brunk Freude an Technik und am Umgang mit Menschen.

Wolfgang Brunk (Mitte) erhielt den Initiativpreis der Litfin-Stiftung für sein Engagement bei der Erdbebenwarte. (Bild: Jennifer Bullert)