Kreisverband der Jungen Union Göttingen weist Kritik an Transparent zurück
Der Kreisverband der Jungen Union Göttingen weist Kritik an einem Transparent zurück, das er im Zusammenhang mit den Demonstrationen am Samstag in Göttingen präsentiert hat. Auf diesem hatte er den Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen und die Antifa miteinander verglichen. Daraufhin hatten die Jusos der Jungen Union vorgeworfen, sie würde keine ausreichende Distanz zum Freundeskreis einnehmen und die Gegendemonstration damit untergraben. Nun stellt die Junge Union klar, dass sie mit dem Transparent ausdrücken wollte, jede Form des Extremismus zu missbilligen. Dabei nahm sie auch Bezug auf die Bilanz der Aktionen am Samstag. Die Polizei hatte insgesamt rund 70 Ermittlungsverfahren eingeleitet und etwa 200 Personen durchsucht. Die Junge Union verurteilt die dabei geschehenen Angriffe auf die Beamten, die teils mit Obst beworfen worden waren. Sie erklärte zudem, sich auch weiterhin an friedlichen Protesten beteiligen zu wollen. Eine Entschuldigung für das Plakat empfinde sie jedoch als unnötig. Die Jusos hingegen bekräftigen ihre Kritik erneut und werfen der Jungen Union einen veralteten Extremismus-Begriff vor, der die Gefahr aus der rechten Szene verkläre.