Geschrieben von Julia Kleine
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Das Göttinger Studentenwerk weist die Kritik der Wohnrauminitiative im Streit um Mieterhöhungen in Göttinger Studentenwohnheimen zurück. Die Mieterhöhungen seien nach mehr als sieben Jahren der Mietzinsstabilität nötig, um die Wohnheime zu sanieren, modernisieren und zu erweitern. Das Vorgehen der betroffenen Hausbewohner sei der Versuch einer gezielten Eskalation. Der Vorstandsvorsitzende des Göttinger Studentenwerks, Hubert Merkel, bedauert, dass die Hausgemeinschaft mit ihrer Aktion einen 2014 mit dem Studentenwerk geschlossenen Kompromiss aufkündige. Es werde keine neuen Kollektivmietverträge mit den Bewohnern geben. Merkel wörtlich: „Mietvertragspartner mit dem Studentenwerk können nur Studierende sein. Wir sind für alle Studierenden da und können es nicht hinnehmen, dass ein Verein sich selbst privilegiert.“ Die Wohnrauminitiative hatte bei einer Pressekonferenz am Montag angekündigt, die neuen Mietverträge nicht zu unterschreiben. Während diese lief wurde zwei Mietern der Goslerstraße 17a fristlos gekündigt. Unterstützung erhalten die Mieter vom Göttinger AStA. Er fordert das Studentenwerk auf, die Kündigungen zurückzunehmen. Kritik kommt auch von der Kreistagsgruppe Linke-Piraten-Partei, der Ratsfraktion der Göttinger Linken und der Grünen Jugend Göttingen. Sie kritisiert die Mieterhöhungen des Studentenwerks als „unverhältnismäßig“.