Universität Göttingen erhält etwa 270.000 Euro Fördergelder für Projekt „Bear Connect“
Die Universität Göttingen erhält in den kommenden drei Jahren etwa 270.000 Euro Fördergelder für das Projekt „Bear Connect“. In diesem untersucht derzeit ein europäisches Forscherteam die Bedeutung ökologischer Netzwerke und inwiefern sich diese Landschaften funktional miteinander verbinden sowie Nachhaltigkeit ermöglichen. Im Mittelpunkt der Forschung steht dabei der Braunbär, der auch die Biodiversität und Ökosystemfunktionen beeinflusst. Um den Bestand an Braunbären zu erhalten müssen dabei Konflikte mit Menschen verhindert und der Austausch mit Teilpopulationen ermöglicht werden. Dazu analysieren die Forscher die Bewegungsmuster und den Genfluss aller zehn europäischen Braunbärpopulationen. Dazu der Leiter der Arbeitsgruppe, Niko Balkenhol: „Hierdurch wollen wir klären, welche Faktoren die Bewegungsfreiheit der Tiere begünstigen und welche Faktoren eine Barrierewirkung haben, wie zum Beispiel Straßen.“ Mit ihren Untersuchungen wollen die Wissenschaftler Erkenntnisse darüber gewinnen, inwiefern europäische Naturschutznetzwerke künftig die negativen Konsequenzen von Umweltveränderungen aufwiegen können.