Göttinger Initiativen in der Flüchtlingshilfe kritisieren die Pläne der Stadtverwaltung
Göttinger Initiativen in der Flüchtlingshilfe kritisieren die Pläne der Stadtverwaltung, die Unterkunft Siekhöhe am Anna-Vandenhoeck-Ring erhalten zu wollen. Die Initiativen seien froh um jede Unterkunft, die nicht mehr benötigt werde, aber die Siekhöhe müsse zuallererst geschlossen werden, so Kristina Becker vom Refugee Network Göttingen. Die Siekhöhe sei eine Notunterkunft, die allein aufgrund ihrer Struktur keine Mindeststandards einer angemessenen Unterbringung der Flüchtlinge erfüllen könne, da es sich um eine sehr große Unterkunft handele, die fern von Infrastruktur und Nachbarschaften gelegen sei. Die geplante Aufgabe der Notunterkunft in der Gustav-Bielefeld-Straße begrüßen die Initiativen dagegen ausdrücklich. Die Unterkunft sei für eine längerfristige Unterbringung von Geflüchteten nicht geeignet. Stattdessen könnten Geflüchtete auf frei Plätze in der Europaallee, im IWF, in der ehemaligen Voigtschule, im Hagenweg und auf den Zietenterrassen verteilt werden, fordern die Initiativen. Auf dem Parlamentarischen Abend des Vereins H + G Göttingen gestern hatte Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt die Pläne der Stadt vorgestellt.