Geschrieben von Jeanine Rudat
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Heute befasst sich der Göttinger Kreistag mit der Zukunft der IGS St. Ursula in Duderstadt. Das Bistum Hildesheim als Träger der Einrichtung hatte angekündigt, die Schule auslaufen zu lassen. Kurz danach wurden Forderungen laut, der Landkreis Göttingen solle die Trägerschaft der Schule übernehmen. Die Entscheidung über die Zukunft der Schule liege aber einzig in der Verantwortung des Bistums, so Landrat Bernhard Reuter vor der Kreistagssitzung. Außerdem mahnte er zur Ehrlichkeit in der Debatte an. In der Diskussion über die IGS müssten folgende Dinge beachtet werden: Die Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis Göttingen sei schulrechtlich nicht möglich. Eine IGS in Trägerschaft des Landkreises müsse neu gegründet werden. Voraussetzung dafür sei, dass für alle Jahrgänge mindestens vier Klassen und damit 96 Schüler nachgewiesen werden. Und dies sei praktisch nur möglich, wenn das bestehende dreigliedrige Schulsystem in Duderstadt aufgegeben werde, so Reuter. Haupt- und Realschule, eventuell auch das Gymnasium müssten schließen. „Wer diese rechtlichen und praktischen Fakten verschweigt und den Eindruck erweckt, mit der IGS St. Ursula könne es unter dem Dach des Landkreises weitergehen, täuscht Eltern und Schüler“, so der Landrat wörtlich. Er verschließe sich der Debatte über eine IGS in Duderstadt in Trägerschaft des Landkreises nicht. Entscheidend für ihn sei dabei aber die Haltung der Stadt Duderstadt. Nur wenn sich der Rat der Stadt für die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems ausspreche, werde er dem Kreistag die Neugründung einer IGS vorschlagen. Beginn der Sitzung ist um 15 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses in Göttingen. Die Ergebnisse der Sitzung hören Sie bei uns morgen um kurz nach sieben Uhr.