Geschrieben von Jeanine Rudat
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Der Initiator des Göttinger Projekts Stadtrampe, Jonas Morgenroth, wirbt für eine inklusive Innenstadt. Für seine Erfindung, nicht rollstuhlgerechte Geschäftseingänge mit einer mobilen Rampe auszustatten, konnte er verschiedene Partner aus Wirtschaft, Bildung und Verwaltung gewinnen, darunter auch Studenten des Geographischen Instituts der Universität Göttingen, die über 1.000 Geschäftseingänge in der Innenstadt vermessen haben. Sie fanden heraus, dass in 228 bisher Rollstuhlfahrern unzugänglichen Geschäften eine der Rampen angebracht werden könnten. Bisher hätten aber nur wenige diese Möglichkeit genutzt, so Morgenroth im StadtRadio-Interview: „Im November haben wir die ganzen Geschäfte angeschrieben nach dem wir diese Kartierung zusammen mit den Studenten vorgenommen hatten und haben den Geschäften Bestellformulare geschickt damit die die Rampen kaufen können. Und hatten leider jetzt im ersten Schritt einen relativ dürftigen Rücklauf. Wir haben ungefähr zehn Rampen verkaufen können und sind jetzt gerade dabei unser ganzes Konzept nochmal zu überarbeiten und uns nochmal hinterfragen, was war noch nicht gut und was können wir besser machen?“ Als Gründe dafür, dass sie keine Rampe benötigen nannten die Geschäfte, laut Morgenroth, dass sie keine Rollstuhlfahrer als Kunden hätten oder keine wollten. Einige hätten auch die Kosten gescheut. Eine Rampe kostet zwischen 150 und 270 Euro. Der Preis hängt von der benötigten Länge und Breite der Rampe ab. Um mehr Rampen zu verkaufen, wurde jetzt ein neuer Verein gegründet, der außerdem den wirtschaftlichen Nutzen für die teilnehmenden Geschäfte steigern und besser kommunizieren soll. Auch auf die Stadt Göttingen möchte Morgenroth noch einmal zugehen, um gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten, das vorsieht eine Rampe dauerhaft während des zeitlichen Geschäfts liegen zu lassen.

Stadtrampe an der Weinhandlung Bremer (Bild: Helmut Viksna)