Land beschließt Einrichtung eines Sondervermögens: 300 Millionen Euro für die UMG
Gestern hat das Land Niedersachsen ein Gesetz zur Einrichtung eines Sondervermögens für die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und die Medizinische Hochschule Hannover beschlossen. Insgesamt sollen für die Erneuerung 600 Millionen Euro bereit stehen, davon 300 Millionen Euro für die UMG. Beide Krankenhäuser benötigen jeweils rund eine Milliarde Euro für Sanierungen beziehungsweise Neubauten. Der Vorstandssprecher der UMG, Heyo Kroemer, begrüßt die Planungsperspektive. Durch die Festschreibung des Sondervermögens seien auch die folgenden Landesregierungen gebunden. Aufgrund des Sanierungsumfangs und der Höhe der Investition plant die UMG, gemeinsam mit dem Land Niedersachsen eine eigene Baugesellschaft zu gründen. Die Zeit- und Investitionsplanungen für die baulichen Maßnahmen für die kommenden zehn bis 15 Jahre sollen bis Ende des Jahres vorgelegt werden. Der Göttinger SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann zeigte sich erfreut über den Beschluss zur Gründung eines Sondervermögens und bezeichnete diesen als „bahnbrechend“. Dies begründete er mit dem Erhalt von 7.800 Arbeitsplätzen im Klinikum. Zusätzlich rechnet er mit der Entstehung von 2.000 neuen Arbeitsplätzen.
Die UMG benötigt rund eine Milliarde Euro für Sanierungen bzw. Neubauten. (Bild: UMG)
UMG-Vorstandssprecher Heyo Kroemer zeigte sich erfreut über die Einrichtung eines Sondervermögens. (Bild: UMG)