Göttingen: Gedenkstein zur Erinnerung an den Widerstand in der NS-Zeit eingeweiht
Vor dem Thomas-Buergenthal-Haus hat die Stadt Göttingen gestern einen Gedenkstein zu Ehren der Erinnerung an den Widerstand während der NS-Diktatur eingeweiht. Der „Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur“ hatte 2012 dazu angeregt. Das Gebäude der Stadtbibliothek wurde während der NS-Zeit als Stadtgefängnis genutzt. Stadträtin Petra Broistedt zu der Einweihung des Gedenksteins: „Letztendlich leben wir in der heutigen Zeit ja auch von der Geschichte und müssen Konsequenzen aus der Geschichte ziehen. Und deshalb ist es wichtig, sich zurück zu erinnern, was war vor 70 Jahren, wie haben die Menschen dort gehandelt, sowohl die eine, wie die andere Seite. Und für mich besonders wichtig ist immer die Frage: Hätte ich wohl selber vor 70 Jahren auch Widerstand geleistet. In der heutigen Zeit ist das furchtbar einfach zu formulieren, weil wir leben in einer Demokratie, wo Meinungsfreiheit ein ganz, ganz hohes Gut ist.“ Vorangegangen war ein circa zweieinhalbjähriges Forschungsprojekt zur Erinnerungskultur in Göttingen, das die Geschichte des Widerstandes aufgearbeitet hat. Vor der Säule ist ein QR-Code-Stein im Boden eingearbeitet, über den weitere Informationen im Internet abgerufen werden können.
Der nun eingeweihte Gedenkstein zur Erinnerung an den Widerstand in der NS-Zeit. (Bild: Martin Hagenguth)