Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin kritisiert erneut Flughafen Kassel-Calden
Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin hat anlässlich einer neuen EU-Regelung erneut den Flughafen Kassel-Calden kritisiert. Staaten der Europäischen Union sollen künftig ohne vorherige Kontrolle in Regionalflughäfen mit bis zu drei Millionen Passagieren pro Jahr investieren dürfen, da dies Zeit und Aufwand sparen würde. Bisher mussten die Länder Beihilfen bei der EU vorab prüfen lassen. Trittin sagte dazu wörtlich: „Die EU will sich nicht mehr einmischen. Davon kann man halten, was man will. Für den Steuerzahler ändert sich nichts. Im Gegenteil – verlustreiche Kleinstflughäfen wie Kassel-Calden werden also in Zukunft fröhlich weiter mit Steuergeldern am Leben gehalten. Über Notwendigkeiten und effiziente Flughafenplanungen muss sich in Zukunft keine Region wirklich mehr Gedanken machen. Investitionsruinen wird es in Zukunft also mehr, als weniger geben.“ Bereits im Januar dieses Jahres machte Trittin deutlich, dass Kassel-Calden mit rund 50.000 viel zu wenige Fluggäste habe. Die Zehnjahresprognose für das Jahr 2024 mit 497.000 Passagieren könne nicht mit nur einen oder zwei Flugzeugen erreicht werden. Neben den Baukosten von 282 Millionen Euro, müssten so jedes Jahr weitere Millionen Defizit vom Steuerzahler bezahlt werden, so der Grünen-Politiker.