Göttinger Institut für Demokratieforschung wehrt sich gegen Kritik an Studie
Das Göttinger Institut für Demokratieforschung wehrt sich gegen Kritik an der Studie „Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland“. In der Zeitung „Die Welt“ wurde den Göttinger Politikwissenschaftler vorgehalten, Interviewpartner erfunden und Darstellungen verfälscht zu haben. Diesen Vorwurf weisen die Forscher entschieden zurück. In einer Stellungnahme des Göttinger Instituts heißt es wörtlich: „Natürlich ist nichts von diesen Unterstellungen richtig. Behauptungen wie jene vom „erfundenen Demokratievermittler“ entbehren jeglicher Grundlage.“ Alle Interviewpassagen stammten von tatsächlichen Akteuren vor Ort. Zum ihrem Schutz seien einige der Befragten anonymisiert worden, so die Forscher weiter. Sie räumten allerdings ein, dass die Kennzeichnung dieser Interviewpartner in der Studie nicht deutlich genug war. Dem Autor des „Welt“-Artikels unterstellen sie eine Kampagne. In ihrer Studie untersuchten die Göttinger Demokratieforscher die sächsischen Städte Freital, Heidenau sowie den Erfurter Stadtteil Herrenberg und führten knapp 40 Interviews mit lokalen Akteuren. Dabei stellten sie in diesen Regionen erhebliche Probleme mit Rechtsextremismus fest. Die Studie wurde Iris Gleicke, der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer in Auftrag gegeben.