NGG: Beschäftigte mit Tarifvertrag verdienen im Landkreis Göttingen rund sechs Euro mehr pro Stunde
Im Landkreis Göttingen verdienen Beschäftigte mit Tarifvertrag im Schnitt knapp sechs Euro mehr pro Stunde als Beschäftigte ohne Tarifvertrag. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt hingewiesen. Je nach Betrieb und Branche mache das für einen Großteil der Beschäftigten ein Einkommensgefälle von monatlich mehreren hundert Euro aus. In tarifgebundenen Unternehmen verdienten Beschäftigte in Niedersachsen laut Statistischem Landesamt im Schnitt 17,32 Euro pro Stunde, in Betrieben ohne Tarifbindung seien es nur 11,59 Euro, kritisierte der Geschäftsführer der NGG Süd-Ost-Niedersachsen Manfred Tessmann. Er beklagt eine zunehmende „Tarifflucht“ vieler Unternehmen. Auch im Kreis Göttingen gebe es viele Arbeitgeber, die sich um Branchenverträge drücken wollten, so Tessmann weiter. Die NGG fordert die Landes- und Bundespolitik auf, sich für eine stärkere Tarifbindung einzusetzen. Unternehmen, die im Arbeitgeberverband seien, müssten dazu verpflichtet werden, sich an Tarifverträge zu halten.