BI Altkreis Osterode am Harz e.V. kritisiert Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen
Die Bürgerinitiative Altkreis Osterode am Harz e.V. hat mit Unverständnis auf die Erklärung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, kurz KVN, zur Ablehnung eines dezentralen kinderärztlichen Bereitschaftsdienstes reagiert. In einem Schreiben an die BI hatte der Vorsitzende der KVN, Mark Barjenbruch erklärt, die Neuordnung des Bereitschaftsdienstes sei nötig gewesen, um die Bereitschaftsdienstbelastung der wenigen Kinderärzte im Altkreis Osterode zu senken. Nun wirft der Vorsitzende der BI, Bernd Hausmann, der KVN vor, sich in ihrer Stellungnahme nicht ernsthaft mit den Nöten der Patienten zu befassen, sondern nur die Belange der Ärzte im Blick zu haben. Eine unzureichende ärztliche Versorgung sei ein negativer Standortfaktor und ein Entwicklungshemmnis für die Region. So beschleunige man die Abwanderung junger qualifizierter Menschen. Die Entscheidung könne auch dazu führen, dass sich Unternehmen und andere Organisationen nicht mehr in der Region ansiedelten. So trage die KVN mit ihrer Entscheidung zum Niedergang des ehemaligen Landkreises Osterode bei, kritisierte die Bürgerinitiative. Medizinische Notfälle werden seit dem 1. Juli vom kinder- und jugendärztlichen Bereitschaftsdienst der KVN im Universitätsklinikum Göttingen behandelt.