Caritas Südniedersachsen will mit Projekt soziale Netzwerke im ländlichen Raum stärken
Mit einem Modellprojekt will die Caritas Südniedersachsen soziale Netzwerke im ländlichen Raum stärken. Als so genannte „Dorfhelfer“ kümmern sich Bundesfreiwilligendienstler und FSJ-ler im Raum Duderstadt und Gieboldehausen um die Betreuung und Versorgung älterer Menschen. Kern des Projektes sind die so genannten Dorfteams mit den Ortsbürgermeistern, den Seniorenbeauftragten und den Freiwilligen, die sich bereits für ältere Menschen engagieren. Sie stehen den Dorfhelfern zur Seite. 15 Dörfer sind in das Modellprojekt eingebunden. Dort haben die Dorfhelfer in den kommenden zwei Jahren auch unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte. Sie richten sich nach dem jeweiligen Bedarf vor Ort, so die Koordinatorin des Modellprojekts Sandra Holzapfel: „Sei es jetzt in einer Gemeinde mehr mit dem Fokus auf pflegerische Tätigkeiten, also wo die Freiwilligen zum Beispiel zum Pflegedienst der Sozialstation bei der Caritas einfach die Kontakte herstellen oder die Senioren bei einem gemütlichen Zusammensein einfach mal wieder beraten. In anderen Gemeinden ist es mehr so der Fokus auf der Mobilität, beispielsweise, dass man einfach wieder ein bisschen Mobilität herstellt für die Senioren. Wer jetzt zum Beispiel noch eine relativ gute Infrastruktur hat, da ist es dann so, das der Fokus auf diesem sozialen Zusammensein mehr liegt.“ Die sozialen Netzwerke im ländlichen Raum will die Caritas Südniedersachsen auch mit so genannten „Flüchtlings-Tandems“ stärken. Dafür kooperiert die Caritas mit der Duderstädter Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung, die junge Flüchtlinge vermittelt. Diese können dann im Tandem mit einem ehrenamtlichen Helfer eingesetzt werden. Das Modellprojekt „Dorfhelfer“ ist zunächst auf zwei Jahre ausgerichtet und wird mit Mitteln aus dem europäischen Sozialfonds aus dem Programm „soziale Innovation“ mit 167.000 Euro gefördert. Nach der Erprobungsphase wird das Konzept ausgewertet und ist dann auch auf andere ländliche Regionen übertragbar. Es startet am 1. August.