Geschrieben von Jeanine Rudat
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Am Mittwoch hat die Stadt Göttingen eine Gedenktafel am Nikolausberger Weg für den Göttinger Mathematiker Paul Bernays eingeweiht. Bernays gehörte zu den Wissenschaftlern jüdischer Herkunft, denen die Nationalsozialisten 1933 Berufsverbot erteilten. Nach dem Krieg blieb er in Zürich. Auch nachdem ihn eine Anfrage der britischen Militärregierung erreichte, seine Forschung in Göttingen fortzusetzen. Davon berichtet der Göttinger Mathematiker Reinhard Kahle, der auch zu den Initiatoren der Gedenktafel gehört und dass es nicht nur die Nachrichten über die katastrophalen Nachkriegsverhältnisse in Göttingen waren, die Bernays von einer Rückkehr abhielten: „Das kann ein Grund gewesen sein. Der zweite, auch unabhängig war, dass ihm formal die Stelle angeboten wurde, die er vorher hatte, das war die Assistentenstelle. Und er war inzwischen Professor in Zürich. Dann zusammen mit den Lebensverhältnissen, nehme ich an, dass er gar nicht in die Verhandlungen eingetreten ist und damit hatte sich eigentlich die Frage erledigt.“ In Göttingen bleibt Bernays nicht nur durch die Gedenktafel im Gespräch. Auch in diesem Jahr widmet sich eine internationale Sommerschule der Göttinger Mathematiker wieder der gemeinsamen Grundlagenforschung von Paul Bernays und David Hilbert.

Die Gedenktafel zu Ehren von Paul Bernays (Bild: Christian Bröhl)