Geschrieben von Julia Kleine
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Göttinger Wissenschaftler erforschen gemeinsam mit dem hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) die Wildkatzenpopulation in Nordhessen. Um den Bestand der Luchse in der Region zu überwachen setzen die Forscher seit Herbst 2014 automatische Kameras ein, sogenannte Fotofallen. Dort hinein tappten auch andere Wildtiere, darunter erstaunlich viele Wildkatzen, erklärte Markus Port vom Institut für Zoologie und Anthropologie der Universität Göttingen. Daher werden die Kameras von Juli bis einschließlich Oktober in einem speziell auf die Erfassung der Wildkatze zugeschnittenen Untersuchungsdesign zur Bestandserfassung eingesetzt. Die Tiere werden durch ihr Fellmuster individuell unterschieden und gezählt. So können die Wissenschaftler den Bestand schätzen. Wildkatzen gelten in Deutschland noch immer als gefährdet. Effektive Schutzmaßnahmen haben in den vergangenen Jahren aber dazu geführt, dass sich die scheuen Waldbewohner neue Lebensräume erschließen. Die Wildkatzen-Studie wird durch die Heinz-Sielmann-Stiftung und das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie finanziell unterstützt.

Eine Wildkatze ist mit einem Jungtier in die Fotofalle getappt. (Bild: Universität Göttingen)

Eine Wildkatze im Dunkeln fotografiert. (Bild: Universität Göttingen)

Lynne Werner vom BUND an einer der Fotofallen. (Bild: Universität Göttingen)