Geschrieben von Jeanine Rudat
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Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer hat gestern in Göttingen eine größere finanzielle Unterstützung für Tierhalter gefordert. Der Grünen-Politiker war Gast der Veranstaltung „Mein Fleisch ist mir nicht Wurst – Grüne Initiative für mehr Tierwohl“, die von den grünen Fraktionen im Rat der Stadt und im Kreistag organisiert wurde. Vor 100 Teilnehmern im Holbornschen Haus sagte er, dass eine bessere Tierhaltung auch mit Steuergeldern finanziert werden sollte: „Es kann nicht sein, dass wir Tiere so weiter halten. Aber, wir müssen die Landwirte mitnehmen. Aber solange wir, verdammt noch mal 55 Milliarden Agrarsubventionen haben, die die Tierhalter übrigens überhaupt nicht kriegen, es geht alles an die Fläche. Und wenn wir den größten Bedarf haben in der Tierhaltung, dann habe ich ein großes Verständnis dafür, wenn wir den Umbau tiergerechter, nicht größerer, sondern besserer Ställe auch mit Steuermitteln fördern. Es ist jedenfalls besser, als wenn man den großen Molkereien, den großen Schlachthöfen Agrarsubventionen zahlt oder den Großbetrieben in Ostdeutschland, an denen jetzt momentan, 20 Prozent der Betriebe bekommen 80 Prozent der Gelder, weil es nach Hektar geht. Wenn ich 1.000 Hektar in Ostdeutschland habe und 100 Hektar in Göttingen, kriege ich in Ostdeutschland zehn Mal so viel. Ist das Gerecht? Ich finde es nicht.“ Zusammen mit Meyer diskutierten auch der Göttinger Agrarwissenschaftler Professor Achim Spiller, Claudia Preuß-Ieberschär vom Verein Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft, der Geschäftsführer des Göttinger Kreisbauernverbandes, Achim Hübner und Holger Plöger von der Bioküche Leinetal.