Göttinger Linke hat erneut Kritik an Sonderregelung für Einzelhandelskonzept geübt
Die Göttinger Linke hat erneut Kritik an der Sonderregelung zur Aussetzung des bisherigen Einzelhandelskonzeptes für Göttingen geübt. Mit einer Stimme Mehrheit hatten SPD und Grüne im Bauausschuss den Weg freigemacht für ein bis zu 25.000 Quadratmeter großes Möbelhaus an der Autobahn 7 in Grone. Die Göttinger Linke befürchtet eine Aufweichung des Einzelhandelskonzepts, die sogar zu einer endgültigen Außerkraftsetzung führen könne. Der Verwaltung liege schon ein Antrag vor, die erteilte Sondergenehmigung vom Gewerbegebiet Siekanger auf das Gewerbegebiet Lutteranger zu verlagern. Die Aufrechterhaltung der Sondergenehmigung könne zudem zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen, befürchtet die Parteigruppe. Die Ratsfraktionen von SPD und Grünen hingegen sprechen sich weiter für das Möbelhaus am Standort West aus. Dieses verspräche eine Dynamisierung auf dem Möbelmarkt. Außerdem zeigten sich die Ratsgruppen optimistisch, dass eine höhere Obergrenze von 2.500 Quadratmetern Verkaufsfläche für innenstadtrelevantes Randsortiment wie Elektrokleingeräte und Haushaltswaren den Einzelhändlern in der Innenstadt nicht schaden werde. Über die Sonderregelung zur Aussetzung des Einzelhandelskonzepts wird heute im Rat der Stadt Göttingen entschieden. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr.