Oberbürgermeisterkonferenz setzt sich für ICE-Strecke Frankfurt – Göttingen – Berlin ein
Die Oberbürgermeister der großen Städte in Niedersachsen setzen sich für die ICE-Strecke Frankfurt – Berlin, mit Halt in Göttingen ein. Am Donnerstag haben die Politiker auf ihrer Konferenz in Hildesheim über ein aktuelles Papier des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gesprochen. Danach plant das Ministerium, die ICE-Linie bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Es könne nicht Aufgabe eines Bundesministeriums sein, den Fernverkehrszugang von rund 1,5 Millionen Einwohnern allein in Niedersachsen zu beschneiden, so Klaus Mohrs, Vorsitzender der Oberbürgermeisterkonferenz und Oberbürgermeister Wolfsburgs. Die betroffenen Städte Göttingen, Hildesheim, Braunschweig und Wolfsburg verfügen seit Jahren über gute Verbindungen mit ICE- und IC-Zügen der Deutschen Bahn (DB). Diese seien wichtige infrastrukturelle Argumente und Grundlage für langfristige Entscheidungen von Wirtschaftsunternehmen und Bürgern. In ihrer „Fernverkehrsoffensive 2030“ hätte die DB noch 2015 angekündigt, diese Verbindungen flächendeckend auszubauen und zu verdichten. Die Oberbürgermeisterkonferenz fordert, den Stundentakt der ICE-Linie Frankfurt – Berlin langfristig zu sichern, bestehende Lücken zu schließen und die „Fernverkehrsoffensive“ der Deutschen Bahn in ganz Niedersachen ohne Abstriche umzusetzen. Bundes- und Landespolitiker sollen die vom Bundesverkehrsministerium beabsichtigte massive Benachteiligung der Region Südostniedersachsen verhindern und die Städte unterstützen.