Geschrieben von Julia Kleine
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Im Grenzdurchlangslager Friedland ist gestern die fünfte wissenschaftliche Tagungsreihe „Friedländer Gespräche“ eröffnet worden. Zur Diskussion standen aktuelle Fragen und Erkenntnisse der Migrations- und der Emotionsforschung. Bei der Eröffnungsveranstaltung war auch Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, anwesend. Für ihn sei die Thematik der Friedländer Gespräche bereits in der Ausstellung enthalten, erklärte er. „Im Diskurs dürfen die Gefühle, die Ängste, die Sorgen, die Hoffnungen nicht vernachlässigt werden und unter den Tisch der Diskussion fallen. Sowohl auf Seite der Geflüchteten als auch auf Seiten der Gesellschaft, die die Menschen aufnimmt. In den politischen Debatten geht es immer in einer sehr formal abstrakten Sprache oft um Fluchtursachen, Aufnahmezentren, Transitzonen, Asylmissbrauch, Abschiebequoten und besonders gern aus Bayern zu hören: Obergrenzen. Die Einzelschicksale verschwinden dagegen in der öffentlichen Wahrnehmung oft.“ Weitere Themen bei den „Friedländer Gesprächen“ unter dem Motto „Moving. Migration“ waren Protestaktionen gegen populistische Stimmführer sowie religiöse Gefühle und ihre Verletzung im öffentlichen Diskurs.