Bundesvorsitzender der Linken, Bernd Riexinger, war gestern in Göttingen
Gestern Abend hat der Bundesvorsitzende der Linken, Bernd Riexinger, bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Göttinger Innenstadt eine Reform des Rentenniveaus gefordert. Vor rund 150 Zuschauern kritisierte er, dass das Rentenniveau stetig sinke. Dabei griff er mehrfach die SPD an, die nur ein Rentenniveau von 48 Prozent halten wolle. Er und die Linkspartei stünden für ein Rentenniveau von 53 Prozent und somit für eine Rente oberhalb der Armutsgrenze von 1.050 Euro. Dazu Riexinger: "Rente ist ein Thema sowohl für die jetzige Rentnergeneration, wie für die zukünftigen, die oft quasi Angst haben müssen, in Altersarmut zu fallen. Und was ein ganz wichtiges Thema für uns ist, ist die Frage des Öffentlichen: Also gute Universitäten, gute Schulen, gute Kindertagsstätten, gute Gesundheitsversorgung, möglichst gebührenfrei, einen guten öffentlichen Personennahverkehr, Zugang zum Öffentlichen für alle Menschen." Diese Dinge seien nur durch eine gerechte Steuerpolitik realisierbar. Dies fällt unter das Hauptthema soziale Gerechtigkeit und sei nur durch eine andere Steuerpolitik wieder zu bewältigen. Im Beisein des Göttinger Bundestagskandidaten Konrad Kelm sprach Riexinger auch prekäre Arbeitsverhältnisse an. Die Linke fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von zwölf Euro. Zusätzlich kritisierte Riexinger auch befristete Verträge und Leiharbeit.
Bernd Riexinger (Bild: Lucas Döring)