Geschrieben von Jennifer Bullert
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Göttingens SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta hat den niedersächsischen CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers für seine Aussagen zu einer möglichen Kooperation zwischen der Universitätsmedizin Göttingen und dem Klinikum Braunschweig kritisiert. Dadurch sollen etwa 100 zusätzliche Vollzeitstudienplätze für Medizinstudierende entstehen, sodass diese ihre Ausbildung in Niedersachsen beenden und dort verortet bleiben. Andretta wirft Hilbers vor, Finanzierungsgrundlagen in Abrede zu stellen, ohne ein Modell vorzuschlagen, das die Entstehung weiterer Vollzeitstudienplätze sicherstelle. Hilbers trage als so genannter Schattensozialminister, der künftig das Amt übernehmen könne, Verantwortung für die Ärzteversorgung. „Sich in so einer Situation, in der ein Weg gefunden worden ist, die jungen Studierenden in Humanmedizin in Niedersachsen zu halten, sich dem entgegen zu stellen, das zeugt in meinen Augen wirklich von mangelndem Sachverstand. Offenbar verfügt Herr Hilbers über keinerlei Grundkenntnisse, was die Studiensituation der Humanmedizin in Niedersachsen betrifft." Niedersachsen bilde mit knapp 600 Medizinstudienplätzen im Vergleich zu anderen Bundesländern zu wenige Ärzte aus, so Andretta weiter. Es sei nicht hinnehmbar, den Ärztenachwuchs nur bis zum ersten Studienabschnitt auszubilden, sodass sie anschließend ihre Ausbildung in einem anderen Bundesland beenden müssten.