Geschrieben von Jennifer Bullert
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Nachdem ein Mitglied des Göttinger boat people Projekts mit seiner Familie in den Kosovo abgeschoben worden ist, hat sich die Grüne Jugend (GJ) mit ihm solidarisch erklärt. Der Asylantrag der Familie sei abgelehnt worden, sodass sie am 23. September Deutschland verlassen musste. Das boat people Projekt zeigte seine Bestürzung in einem offenen Brief. Dazu Regisseurin Nina de la Chevallerie: „Während der Probenarbeiten und der Aufführungszeit ist es dazu gekommen, dass einer der Mitspieler, Muhamed, seinen Abschiebebescheid in den Kosovo bekommen hat. Dieses Ereignis hat alle in der Gruppe sehr berührt und bewegt und ein großer Teil der Jugendlichen, die beteiligt waren, entschlossen sich dann zu handeln und in Absprache mit Muhamed eine Initiative zu starten. Ein Teil dieser Initiative war dieser Brief, der vorliegt, der gemeinsam auch mit der Grünen Jugend verfasst wurde.“ Gemeinsam mit dem nun abgeschobenen Jugendlichen war anlässlich der internationalen Händel-Festspiele die Jugendoper „Lotario – Beyond Doubt“ aufgeführt worden. Durch die gemeinsame Arbeit hätten sowohl die deutschen wie auch die Mitspieler anderer Nationalität profitiert, so das boat people Projekt. Es hebt hervor, dass der nun Abgeschobene fast perfekt Deutsch sprechen konnte, einen Notendurchschnitt von 2,8 hatte und sich in seiner Freizeit zudem im Fußball betätigte. Aufgrund der nun erfolgten Abschiebung befürchtet das Projekt, dass auch weitere Mitspieler künftig abgeschoben werden könnten. Dies würde auch die Existenz der Theatergruppe gefährden.