Revision: Mitglied der „Volksbewegung Niedersachsen“ seit gestern vor Gericht
Wegen eines Angriffs auf einen Sprecher der Wohnrauminitiative steht seit gestern ein Mitglied der „Volksbewegung Niedersachsen“ in Revision vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, den Sprecher vom Fahrrad geschubst zu haben, nachdem dieser ihn unerlaubt fotografiert hatte. Das Amtsgericht Göttingen hatte ihn wegen Körperverletzung und Nötigung zu einer Geldstrafe verurteilt. Daraufhin waren Angeklagter und Opfer in Berufung gegangen. Während das Volksbewegungsmitglied auf unschuldig plädiert, fordert das Opfer eine Einordnung der Tat als schwere Körperverletzung. Wie das Göttinger Tageblatt berichtet, habe der Angeklagte bestritten, den Wohnrauminitiativensprecher geschlagen zu haben, sodass dieser mit seinem Fahrrad zu Boden fiel. Dem widersprach das Opfer jedoch. Eine Zeugin sagte zudem aus, den Schlag zwar nicht gesehen zu haben, sie hielt es aber für unwahrscheinlich, dass der Sprecher freiwillig gestürzt war. Der Prozess wird am 30. Oktober fortgesetzt. Aufgrund von Protesten gegen die rechte Szene musste die Polizei gestern das Gerichtsgebäude sichern.