Göttinger Forscher untersuchen asexuelle Fortpflanzung bei Hornmilben
Göttinger Forscher haben in einer Studie erforscht, wie sich eine asexuelle Reproduktion auf das Erbgut von Hornmilben auswirkt. Diese Milbenart kommt vor allem im Boden vor. Die Forscher um den Erstautor der Studie Alexander Brandt von der Arbeitsgruppe Tierökologie am Johann-Friedrich- Blumenbach Institut für Zoologie und Anthropologie der Universität Göttingen fanden heraus, dass die asexuelle Fortpflanzung der Hornmilben sich positiv darauf auswirkt, schädliche Mutationen im Erbgut loszuwerden. Diese Erkenntnis steht dem allgemeinen wissenschaftlichen Konsens entgegen, dass der Wechsel von einer sexuellen zu einer asexuellen Fortpflanzung durch Klone eher dazu führt, dass sich schädliche Mutationen in einer Population ansammeln. Die Hornmilben müssen laut Forschern also eine Besonderheit aufweisen, weshalb die asexuelle Fortpflanzung für sie so gut funktioniert. Es wird vermutet, dass möglicherweise die Populationsgröße eine entscheidende Rolle spielen könnte.